Am 2. Fastensonntag, 21. Februar 2016, weihte der Paderborner Domkapitular, Prof. Dr. Rüdiger Althaus, während eines feierlichen Hochamtes in der Heimkehrer-Dankeskirche Heilige Familie in Bochum eine neue Gedenkstätte zur Erinnerung des Lebens und Wirkens von Abbé Franz Stock.

Stock war katholischer Priester des Erzbistums Paderborn und während der deutschen Besatzungszeit im Zweiten Weltkrieg Seelsorger der Gefängnisse von Paris und der Hinrichtungsstätte auf dem Mont Valérien. Er gilt als ein Wegbereiter der Deutsch-Französischen Freundschaft. Die Weihe der Gedenkstätte fand wenige Tage vor dem 68. Todestag von Abbé Stock statt. Der Weihetag der neuen Gedenkstätte fiel auf den 100. Jahrestag des Beginns der legendären Schlacht von Verdun, die Deutsche und Franzosen zu Erbfeinden machte. Mit Domkapitular Althaus konzelebrierten das Hochamt Pater Markus Stark OCist aus dem Zisterzienserkloster Bochum-Stiepel und Pfarrer i.b.D. Theo Schwens. Unter den Gästen waren der Bochumer Alt-Oberbürgermeister Ernst-Otto Stüber, der stellvertretende Bezirksbürgermeister im Stadtbezirk Bochum-Südwest, Dr. Andreas Bracke​, sowie zahlreiche Mitglieder des Vorstandes des Franz-Stock-Komitees für Deutschland aus Stocks Heimatort Neheim, u.a. Dieter Lanz als ehemaliger Seminarist des sogenannten Stacheldrahtseminars, das Stock einst leitete. Im Anschluss an das Hochamt hielt Althaus in der Kirche auch die zweite der insgesamt fünf Fastenpredigten zum außerordentlichen Heiligen Jahr der Barmherzigkeit mit dem Thema "...ich war im Gefängnis und IHR seid zu mir gekommen." (Mt 25,36) In seiner Predigt stellte er auch einen Bezug zum Leben und Wirken Abbé Stocks her.

Fotos: Hermann Haferkamp, Bochum